Projekte zur Abstimmung

12. Parlamentssitzung vom 8. November 2014

Auf der 12. Parlamentssitzung verabschiedete das Bonner Spendenparlaments zwölf neue soziale Projekte mit insgesamt 48.388 Euro an Fördermitteln.

Projekt 1: „Werkstatt-Tag" als Bildungsangebot - Motivation kranker Kinder am Experimentiertisch. Mit einem wöchentlichen „Werkstatt-Tag" an der Paul-Martini-Schule macht Abenteuer lernen e.V. Kindern, die länger als vier Wochen aufgrund traumatischer Erlebnisse sowie psychischer oder anderer Krankheiten keine reguläre Schule besuchen konnten, ein erfahrungsorientiertes naturwissenschaftliches Bildungsangebot. Fördermittel: 4.950,-- Euro.

Projekt 2: „Aus alt mach neu" - Möbelkunst von und mit jungen Flüchtlingen. Das Projekt von Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V. will jungen Flüchtlingen, die derzeit keine Schul- oder Berufsausbildung erhalten, die Chance bieten, durch gemeinsame Arbeit unter kreativer Anleitung aus alten Möbelstücken etwas Neues herzustellen. Sie verbessern so ihre Sprachkenntnisse, entdecken ihre handwerklichen Fähigkeiten und entwickeln berufliche Schlüsselkompetenzen, die ihnen eine spätere Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen. Fördermittel: 4656,-- Euro.

Projekt 3: Mobilität durch neuen Kleinbus - Teilhabe für Rollstuhlbasketballer sichern. Der Allgemeine Sportverein e.V. (ASV), der Sport für Menschen mit und ohne Behinderung fördert, benötigt einen neuen Kleinbus, um die Rollstuhlbasketballer der verschiedenen Mannschaften des ASV sowie die Rollstühle und die sonstige Ausrüstung zu transportieren. Den überwiegend jungen und jugendlichen Sportler/innen soll die Teilnahme am Trainingsbetrieb und an Vergleichswettkämpfen ermöglicht werden. Fördermittel:10.562,67 Euro.

Projekt 4: „Schätze im Quartier" - Ehrenamtliche Seniorenbegleiter/innen schulen. Durch die Förderung von freiwilligem Engagement möchte es der Bonner Verein für Pflege und Gesundheitsberufe e.V. älteren Menschen ermöglichen, in ihrem angestammten Quartier in Dransdorf alt zu werden oder nach einem Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause zurückzukehren. Dazu ist eine niederschwellige Unterstützung der Betroffenen durch eine ehrenamtliche Begleitung erforderlich. Mit dem Projekt sollen Ehrenamtliche für diese Aufgabe gewonnen und entsprechend geschult werden. Fördermittel: 5.000,-- Euro.

Projekt 5: „Gemeinsam kochen, gesund ernähren" - Inklusives Jahresprojekt für junge Menschen.
Kinder und Jugendliche aus dem Quartier „Bonner Altstadt", mit und ohne Behinderung, lernen durch das Projekt des Vereins Brücke - Krücke e.V. unter professioneller Anleitung und Begleitung die Zubereitung gesunder saisonaler und regionaler Gerichte. Gemeinsames Kochen fördert nicht nur Bildung, sondern auch Akzeptanz „andersartiger" Ernährungsgewohnheiten. Fördermittel: 5.314,95 Euro.

Projekt 6: „Bewegte Schule" - „Runder Tisch" für Sport und Kommunikation. Mit einem besonderen „runden Tisch" im Pausenhof will der Förderverein Bonns Fünfte e.V. der inklusive Gesamtschule in Kessenich, die auch eine große Zahl von Kindern mit Förderbedarf betreut, etwas für die sportliche Betätigung und Kommunikation tun. An einer runden Tischtennisplatte kann eine Kindergruppe Rundlauf spielen, auf Bänken können Zuschauer Platz nehmen. Durch gemeinsames Spiel wird die soziale Integration gefördert. Der runde Tisch kann für eine größere Gruppe auch als Gesprächskreis genutzt werden. Fördermittel: 4260,-- Euro.

Projekt 7: Mit Tanz und Spiel gegen Isolation - Singworkshop für Senioren Viele Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Migrationshintergrund führen ein isoliertes Leben. Im Singworkshop will ihnen die Gesellschaft der Klingenden Brücke e. V. durch das gemeinsame Singen, Tanzen und Spielen Freude bereiten und ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen. Volkslieder europäischer Sprachen werden vorgestellt und hinsichtlich ihrer Geschichte und Kultur erklärt. Dadurch fühlen sich auch Menschen mit Migrationshintergrund verstanden und akzeptiert. Ein Musiker studiert sie mit den Teilnehmern ein. Fördermittel: 1.100,-- Euro.

Projekt 8. „Outdoor ist HiP" - Außengelände am Kinder- und Jugendzentrum gestalten. Der Kleine Muck e.V. möchte das weitläufige Außengelände des Kinder- und Jugendzentrums HiP in Neu Vilich attraktiver gestalten, um die feste Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren künftig noch besser zu nutzen. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen ist eine entsprechende Konzeption erarbeitet worden. Sport- und Spielgerätschaften müssen angeschafft sowie ein Gartengerätehaus für die Lagerung von Spielmaterialien etc. errichtet werden. Jugendliche aus der Einrichtung können beim Aufbau helfen. Fördermittel: 4.294,-- Euro.

Projekt 9: „Farben im Kopf" - Menschen mit Demenz durch Kunst bewegen. Kunst weckt alle Sinne, bestärkt Gefühle und lädt zu Gesprächen ein. Die Teilnahme an einem wöchentlichen Mal-Workshop des Vereins Lebensqualität im Alter e.V. (LeA) im Kunstmuseum Bonn soll Menschen mit Demenz mit künstlerischen Mitteln anregen, positiv fordern und fördern. Dabei meistern sie, sich im öffentlichen Raum zu bewegen, fremden Personen zu begegnen und emotionale Eindrücke zu verarbeiten. Das Projekt ist zugleich ein Beitrag zur Inklusion durch die Begegnung von Menschen mit und ohne Demenz. Fördermittel: 1656,-- Euro.

Projekt 10: „Juleica": Zum Jugendleiter mit Card qualifizieren. Scouting Bonn e.V. möchte insgesamt acht Jugendliche für den Erwerb der Jugendleiter-Card (Juleica) ausbilden. Die Juleica ist ein bundesweit einheitlicher Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter/Innen in der Jugendarbeit, die einen hohen Standard in der Qualifikation sicherstellt. Die Ausbildung umfasst unter anderem eine Einführung in Ziele und Methoden der Jugendarbeit, psychologische und pädagogische Grundlagen, aktuelle Themen wie Geschlechterrollen und interkulturelle Kompetenz sowie eine gesonderte Erste-Hilfe- Schulung. Der Verein bietet wöchentlich in Bad Godesberg verschiedene Kurse für Jugendliche an, die dann durch die Juleica-Inhaber/Innen geleitet werden. Fördermittel: 1.600,-- Euro.

Projekt 11: Mobilitätstraining für Rollstuhlfahrer - Behinderte „erfahren" neue Grenzen.
Die Teilhabe von Rollstuhlfahrern am öffentlichen Leben ist durch eigene Unsicherheit im Rollstuhl oder fehlende Barrierefreiheit häufig sehr eingeschränkt. Die Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. will Kurse zum Rollstuhlmobilitätstraining durch den Deutschen Rollstuhlsportverband durchführen, in denen Betroffene wie auch Angehörige Möglichkeiten und Grenzen in der Benutzung des Rollstuhls erfahren. Grundlegende Fahrtechniken wie Schieben, Stoppen, Drehen, Kippen und Fahren in schwierigem Gelände werden vermittelt und in der Praxis erprobt. Fördermittel: 4.370,-- Euro.

Projekt 12 : Teilhabe durch Mobilität - Fahrräder für suchtkranke Menschen. In der Rehabilitationseinrichtung „Ausweg" des Vereins für Gefährdetenhilfe e.V. (VfG) wird jungen Suchtkranken der Aufbau einer zufriedenstellenden, abstinenten, beruflichen und sozialen Perspektive ermöglicht.
Die Anschaffung von zwei Fahrrädern ermöglicht eine kostengünstige Mobilität zur Erledigung beispielsweise von Amts- und/oder Behördengängen. Auch zu Freizeitzwecken im Sinne einer suchtfreien Freizeitbeschäftigung sind die Fahrräder unersetzlich. Ziel der Reha-Maßnahme ist die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und damit Sicherung einer existentiellen Lebensgrundlage. Fördermittel: 623,89 Euro.