Häufig gestellte Fragen

Funktion

Das Bonner Spendenparlament wurde am 20. Mai 2008 gegründet und am 2. Juli 2008 in das Bonner Vereinsregister als Verein eingetragen. Am 28. August 2008 erkannte das Finanzamt die Gemeinnützigkeit an. Im Verein engagieren sich Bonner Bürgerinnen und Bürger, um die Lebensbedingungen in ihrer Stadt zu verbessern.

Das Bonner Spendenparlament fördert mit Spendengeldern gemeinnützige Vereine, Initiativen und Gruppen, die gegen Armut, Isolation und Obdachlosigkeit kämpfen und sich für die Integration aller Bevölkerungsgruppen sowie für die Bildungschancen junger Menschen in der Stadt Bonn einsetzen. Die Mitglieder des Parlaments, auch Spendenparlamentarier genannt, entscheiden dabei in Parlamentssitzungen über die konkrete Verwendung der Spenden.

Das Bonner Spendenparlament ist ein eingetragener und gemeinnütziger im Sinne der Abgabenordung anerkannter Verein. Der Trägerverein Bonner Spendenparlament e.V. ist für die Verwaltung und Organisation zuständig. Neben dem Vorstand besitzt er die Gremien der Finanzkommission, welche die Förderungsfähigkeit von Finanzierungsanträgen prüft, und die Ausschüsse für Büroarbeit und Mitgliederkommunikation sowie PR und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Teil der anfallenden Arbeiten wird ehrenamtlich und unentgeltlich von externen Dienstleistern übernommen (z. B. Werbung, PR, Druck von Plakaten und Informationsunterlagen).

Das eigentliche Parlament ist formell Beirat des Trägervereins. Es entscheidet über die Mittelvergabe. Alle dem Parlament zugewandten Spenden kommen ausschließlich der Förderung von gemeinnützigen Projekten zu Gute. Ausserdem wählt es das Präsidium sowie drei Vertreter der Finanzkommission.

Finanzierung/Spenden

Das Bonner Spendenparlament finanziert seine Fördermittel über Spenden der Mitglieder, die mindestens 60 Euro jährlich, also 5 Euro pro Monat, betragen. Hinzu kommen Einzelspenden, Dienstleistungen und Sachspenden von Nicht-Parlamentariern und Unternehmen. Die Beiträge der Parlamentarier werden zu 100 Prozent an die jeweiligen Förderprojekte ausgschüttet.

Jede Spende an das Bonner Spendenparlament ist grundsätzlich steuerlich absetzbar. Über jede Einzahlung auf das Konto des Bonner Spendenparlaments stellt das Büro am Ende des Kalenderjahres eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt aus. Sie geht dem Einzahler automatisch per Post zu.

Nein, das Spendenparlament entscheidet als demokratisches Organ über die Vergabe der gesamten Fördermittel. Ein einzelner Spender hat über seine Stimme im Parlament hinaus keine besonderen Einwirkungsrechte, auch nicht bezogen auf seine dem Bonner Spendenparlament übermittelte Spende. Sollte ein Spender Interesse daran haben, einem Förderprojekt jenseits der Entscheidungen des Parlaments besondere Zuwendungen zukommen zu lassen, unterstützt das Bonner Spendenparlament gerne die Kontaktaufnahme zwischen dem Spender und der jeweiligen Initiative. Mögliche Zuwendungen erfolgen in diesem Fall jedoch nicht aus Spendenmitteln des Vereins, sondern direkt aus Mitteln des Spenders unabhängig von bereits getätigten Spenden an das Bonner Spendenparlament.

Das Bonner Spendenparlament nimmt KEINE Sachspenden für soziale Projekte entgegen, sondern ausschließlich Geldspenden. Durch die Vielzahl an Kontakten zu sozialen Projekten kann die Finanzkommission aber gern bedürftige Organisationen, Initiativen oder Projektträger vermitteln, die sich über die Sachspende freuen werden. Für nähere Informationen wenden sich alle, die etwas zu verschenken haben, bitte an das Büro des Spendenparlaments.

Jede Spende, die einmalig oder als Parlamentsbeitrag auf das Konto des Spendenparlaments eingezahlt wird, fließt 1:1 an soziale Projekte. Büroarbeit, Pressearbeit und Werbung werden von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern oder externen Dienstleistern unentgeltlich übernommen. Die Fixkosten des Parlaments (Porto, Buchhaltung) werden von den Kooperationspartnern und Sponsoren des Trägervereins Bonner Spendenparlament e.V. übernommen.

Gründung

Das Bonner Spendenparlament wurde am 20. Mai 2008 gegründet und am 2. Juli 2008 ins Bonner Vereinsregister eingetragen. Am 28. August 2008 wurde die Gemeinnützigkeit des Vereins durch das Finanzamt anerkannt.

Die erste Sitzung des Bonner Spendenparlaments hat am 7. März 2009 stattgefunden. In dieser wurde das erste Präsidium und die Vertreter der Finanzkommission gewählt. Weiterhin wurden den Parlamentarier/innen die Förderantrage vorgestellt. Sie konnten anschliessend in demokratischer Abstimmung über die Verteilung der Fördergelder entscheiden. Weitere Parlamentssitzungen wurden jeweils im November 2009, im Mai und November 2010 sowie im Juni 2011 durchgeführt. Parlamentssitzungen finden zweimal pro Jahr statt.


Parlamentarier

Mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit Ende August 2008 - eine wichtige Voraussetzung für unsere Arbeit - hat der Verein aktiv mit der Werbung von Parlamentariern/innen begonnen.

Bei der ersten Parlamentssitzung konnte sich der Verein über sechzig Parlamentarier freuen. Seitdem wächst die Zahl stetig, derzeit hat das Parlament über 477 Mitglieder. 

Jeder kann Parlamentarier werden und somit gemeinnützige Vereine, Initiativen und Gruppen, die gegen Armut, Isolation und Obdachlosigkeit kämpfen und sich für die Integration aller Bevölkerungsgruppen sowie für die Bildungschancen junger Menschen in der Stadt Bonn einsetzen, unterstützen.

Die Zahl der Parlamentarier/innen ist nicht begrenzt. Im Gegenteil, je mehr Parlamentarier/innen sich engagieren, um so mehr Projekte können gefördert werden.


Parlamentarier kann jeder werden, der sich zur Zahlung eines Parlamentsbeitrages von mindestens 60 Euro im Jahr – das sind nur 5 Euro im Monat – verpflichtet. Beitrittserklärungen gibt es im Internet (unter "Mithelfen/Parlamentarier werden") oder im Büro des Spendenparlaments, das die Unterlagen auch gerne per Post zuschickt. Ein Anruf oder eine Email genügt.

Abstimmen darf jeder, der zum Zeitpunkt der Parlamentssitzung Parlamentarier ist. Jeder Parlamentarier hat im Parlament eine Stimme, unabhängig davon, wie hoch sein Parlamentsbeitrag tatsächlich ist.

Leider können nur natürliche Personen Parlamentarier werden. Unternehmen, Vereine oder Stiftungen können das Bonner Spendenparlament aber als Kooperationspartner oder Förderer unterstützen.

Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten "Kooperationspartner werden" und  "Förderer werden".


Ehrenamtliche Mitarbeiter sind herzlich willkommen. Erste Anlaufstellen für helfende Hände, gute Ideen und Know-how sind der Ausschuss für Büroarbeit und Mitgliederbetreuung (info@bonner-spendenparlament.de). Indem Sie Mitglied des Trägervereins werden und dort Aufgaben übernehmen, unterstützen Sie ebenfalls die Organisation des Bonner Spendenparlamentes.
Wir freuen uns über ehrenamtliche Mitarbeiter genauso wie über eingeschriebene Vereinsmitglieder und Parlamentarier.

Projekte

Das Bonner Spendenparlament fördert satzungsgemäß Initiativen und Projekte, die
  • von Armut, Isolation und Obdachlosigkeit betroffenen Menschen helfen;
  • zur Integration aller Bevölkerungsgruppen beitragen;
  • Bildung und Ausbildung junger Menschen fördern oder
  • auf andere Weise die Lebensbedingungen in der Stadt spürbar verbessern.
Projekte, die andere Ziele verfolgen, werden von der Finanzkommission nach Prüfung abgelehnt. Mindestens eines der oben genannten Förderkriterien muss erfüllt sein. Weitere Informationen, bisher geförderte Projekte und das Antragsformular finden Sie unter "Projektförderung".

Das Bonner Spendenparlament fördert keine Projekte,
  • die andere als die oben genannten Ziele verfolgen,
  • deren Projektträger ihren Geschäftssitz außerhalb der Stadt Bonn haben,
  • die in die Zuständigkeit staatlicher Institutionen fallen (dazu zählen etwa Projekte in Schulen und in staatlichen Kindergärten),
  • die von Einzelpersonen getragen bzw. durchgeführt werden.

Jedes Projekt, das vom Bonner Spendenparlament gefördert wird, wurde zuvor von der Finanzkommission gründlich geprüft.

Nach dem Erhalt des Geldes ist jeder geförderte Projektträger zur schriftlichen Dokumentation der sachgemäßen Verwendung verpflichtet. Die Finanzkommission prüft vor Ort die sachgemäße Verwendung der Gelder. Sollte das Geld nicht wie im Projektantrag beschrieben eingesetzt worden sein oder sollte der Anlass des Förderantrags nicht mehr in der ursprünglich dargelegten Form gegeben sein, ist der jeweilige Projektträger zur Rückzahlung des Gesamtbetrags verpflichtet.