Die Finanzkommission

Die Finanzkommission nimmt im Bonner Spendenparlament eine Schlüsselposition ein. Sie prüft alle Anträge sorgfältig auf Förderungswürdigkeit und entscheidet dann anhand von vorab festgelegten Richtlinien und nach Ermessen, welche Projekte dem Plenum mit welchem Förderungsbetrag zur Abstimmung vorgelegt werden. Bei der Prüfung wird die Finanzkommission von Fachexperten beraten.

Die Finanzkommission besteht laut Satzung vom April 2010 aus insgesamt sechs Mitgliedern. Alle zwei Jahre werden drei Mitglieder von der Mitgliederversammlung des Trägervereins und drei Mitglieder von dem Plenum des Spendenparlaments gewählt.

Von der Beurteilung der Projekte durch die Finanzkommission hängt es ab, ob und in welcher Höhe eine Förderung aus den Spendenmitteln des Spendenparlaments empfohlen wird. Die befürworteten Anträge werden für die nächste Parlamentssitzung zur Entscheidungsvorlage schriftlich zusammengefasst. Diese Vorlage enthält neben einer Projektbeschreibung auch eine Begründung der möglicherweise vom Antrag abweichenden Empfehlungen zur Förderungshöhe.

Alle Parlamentarier erhalten diese Entscheidungsvorlage rechtzeitig zur Arbeitssitzung des Parlaments. Im Plenum stellen sich sowohl die Mitglieder der Finanzkommission als auch die Vertreter der Projekte den kritischen Fragen der Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Bei der nachfolgenden Abstimmung zur Vergabe der Spendengelder entscheidet die einfache Mehrheit der anwesenden Parlamentarier über die von der Finanzkommission vorgeschlagenen (und evtl. vom Plenum geänderten) Zuwendungen.

In den folgenden Arbeitssitzungen wird das Parlament regelmäßig über den Entwicklungsstand der geförderten Projekte unterrichtet. Sobald das projektbezogene Förderprogramm beendet ist, setzt die Finanzkommission mit einem Prüfungsvermerk den offiziellen Schlusspunkt unter den Projektantrag.

Alle Informationen zu Förderanträgen und geförderten Projekten werden transparent und aktuell dargestellt. Die nötigen Unterlagen finden Sie auf unserer Internetseite.

Gern können Sie uns auch telefonisch um Rat fragen.


Vom Verein gewählt:

Dr. Michael Kaiser,
Vorsitzender der FK, Jahrgang 1941, ist noch berufstätiger Rentner. Nach 35 Berufsjahren im Krankenhaus und zuletzt 18 Jahren als Chefarzt der gynäkologisch/geburtshilflichen Abteilung des Malteser-Krankenhauses, lässt er jetzt das Berufsleben in zeitlich begrenzter Praxisarbeit ausklingen. Da bleibt Zeit nicht nur für das Bonner Spendenparlament (BSP). Gern bringt er in die Finanzkommission des BSP seine Erfahrung aus 36-jähriger Zugehörigkeit zu dem von ihm mitgegründeten „Verein zur psychischen Rehabilitation körperbehinderter Kinder" ein. Privat hat er noch Zeit für die Familie, besonders die Enkelkinder, Spaziergänge mit dem Hund, ein gutes Glas Wein, die Musik, den Garten, das Boule-Spiel sowie Reisen vornehmlich nach Dänemark und Griechenland.

Barbara Bongardt,
Jahrgang 1946, leitete bis 2011 eine große Bonner Grundschule, in der seit Jahrzehnten der gemeinsame Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern praktiziert wurde. Es ist ihre feste Überzeugung, dass Kinder und Jugendliche besondere Hilfe und Unterstützung brauchen. Das Bonner Spendenparlament fördert viele Projekte für Kinder und junge Erwachsene. Besonders wichtig ist ihr, dass alle Projekte intensiv geprüft und begleitet werden, sodass jeder Spender sicher sein kann, dass seine Spende sinnvoll verwendet wird. Die vielfältigen Erfahrungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter sind dabei eine große Hilfe. In der Freizeit spielt sie Hockey, fährt Rad in unserer schönen Umgebung und reist leidenschaftlich gern nicht nur zu den weit entfernt lebenden Kindern und Enkelkindern.

Jürgen Theisen,
Jahrgang 1953, bekennender Rheinländer und sehr gerne Bonner, realisiert als Freiberufler Projekte in diversen Themenbereichen. Er findet die Arbeit des Bonner Spendenparlamentes schon deshalb ganz besonders unterstützenswert, weil jeder Cent der Spenden auch dort ankommt, wo er hingehört, nämlich in das jeweilige Projekt. Hier findet auf ehrenamtlicher Basis eine sinnvolle Förderung von solchen Projekten statt, die den beteiligten Menschen und damit allen in dieser Stadt guttun. Die Mitarbeit in der Finanzkommission ermöglicht einen tieferen Einblick in das ehrenamtliche Engagement vieler Bonnerinnen und Bonner, das allerhöchsten Respekt und Unterstützung verdient.

Vom Parlament gewählt:

Klaus Hombach (stellvertr. Vorsitzender),
Jahrgang 1955, ist von Beruf Diplom-Sozialarbeiter (mit therapeutischer Zusatzausbildung) und leitet bei einem freien Wohlfahrtsverband zwei Suchthilfeeinrichtungen. In seiner Freizeit treibt er gern Sport und spielt leidenschaftlich gern Doppelkopf und Boule. Es ist ihm ein besonderes Anliegen, die Arbeit des Bonner Spendenparlaments zu unterstützen.

Nancy Leppig-Schneider,
Jahrgang 1958, Angestellte der Deutschen Post AG. Sie ist begeistert von dem Engagement aller ehrenamtlich Tätigen und will selbst einen Beitrag leisten, indem sie mitwirkt, dass sinnvolle Projekte von Vereinen in Bonn so unterstützt werden können, dass sie eine positive und vor allem nachhaltige Auswirkung auf die Menschen in Bonn haben, die es wirklich benötigen.

Wolfgang Müller-Kulmann,
Jahrgang 1941, arbeitete bis 2005 als Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Bonn und Berlin. Er war dort fast zwei Jahrzehnte für Fragen der Energieeinsparung und Energieeffizienz zuständig; auch die Gründung der Deutschen Energieagentur (dena) gehörte zu seinen Aufgaben. Bis 2009 hat er ein großes deutsches Energiedienstleistungsunternehmen in enegiewirtschaftlichen und rechtlichen Fragen beraten. Seit 2006 ist er als Rechtsanwalt zugelassen. Ehrenamtlich ist er im Vorstand des Seniorenbüros Tat und Rat in Beuel tätig. In seiner Freizeit fotografiert er gern und versucht, sich mit Radfahren, Wandern und Doppelkopfspielen fit zu halten. Er arbeitet gern und engagiert in der Finanzkommission mit.